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Elvis' Vegas-Jahre der 70er: Jumpsuits, Capes und Glanz

Die Vegas-Jahre der 70er von Elvis: weiße Jumpsuits von Bill Belew, Capes, Orchester und der opulente Show-Charakter, der den King unsterblich machte.

Elvis Presley Superstar Redaktion· Aktualisiert 27. Juni 2026
Elvis' Vegas-Jahre der 70er: Jumpsuits, Capes und Glanz
Kurz gesagt: In den 70ern wurde Elvis' Vegas-Show zum prunkvollen Spektakel: weiße Jumpsuits mit Capes von Bill Belew, ein großes Orchester und ein Auftreten, das Pop, Soul und Drama vereinte.

Wenn du dir Elvis vorstellst, siehst du wahrscheinlich genau dieses Bild: weißer Jumpsuit, wehendes Cape, funkelnde Steine im Scheinwerferlicht. Genau dieser ikonische Look entstand in den Vegas-Jahren der 70er, als der King seine Live-Show zu einem opulenten Spektakel ausbaute.

Was machte die Vegas-Show der 70er so besonders?

Die Vegas-Show der 70er war Glanz pur. Aus den eher schlichten Auftritten der ersten Las-Vegas-Shows ab 1969 wurde ein großes, durchchoreografiertes Spektakel. Elvis stand im Zentrum eines mächtigen Klangkörpers aus Band, Backgroundsängern und Orchester und führte das Publikum durch Rock’n’Roll, Balladen, Soul und Gospel.

Jeder Auftritt war mehr als ein Konzert. Es war eine Show im wahrsten Sinne, mit dramatischen Einstiegen, der berühmten Fanfare aus “Also sprach Zarathustra” und einem Star, der jede Geste zelebrierte.

Wer entwarf die berühmten Jumpsuits?

Die Jumpsuits stammten von Kostümbildner Bill Belew. Die Idee zum einteiligen Anzug war praktisch gedacht: Elvis konnte sich frei bewegen, kniefallen und ausladende Bewegungen machen, ohne dass etwas verrutschte oder hängenblieb. Inspiriert war der hohe Kragen unter anderem von der Mode der Napoleon-Ära.

Die Anzüge waren mit Steinen, Pailletten, Metallnieten und Stickereien überzogen und wurden meist mit Gürtel und Cape getragen. Sie gehören bis heute zu den prägendsten Bühnenoutfits der Musikgeschichte.

Warum trug Elvis fast immer weiße Jumpsuits?

Weiß war kein Zufall, sondern Kalkül. Im Bühnenlicht funktionierte die helle Farbe am besten: Die Lichttechniker konnten beliebige Farben auf den weißen Stoff projizieren, während Schwarz das Licht geschluckt und Elvis in den Schatten gerückt hätte.

So wurde der weiße Jumpsuit zur perfekten Leinwand für die spektakuläre Lichtregie. In manchen Momenten leuchtete Elvis blau, dann rot, dann golden, ganz wie es die Dramaturgie der Show verlangte.

Welcher Jumpsuit ist der berühmteste?

Der bekannteste Jumpsuit ist der American Eagle, den Belew für das Konzert Aloha from Hawaii 1973 schuf. Auf Wunsch von Elvis sollte er patriotisch sein, also gestaltete Belew einen Weißkopfseeadler aus roten, goldenen und blauen Steinen, der Vorder- und Rückseite sowie das Cape zierte.

Das ursprüngliche bodenlange Cape erwies sich allerdings als zu schwer und wurde in weniger als 24 Stunden durch eine kürzere Variante ersetzt. Ein schönes Detail, das zeigt, wie sehr bei Elvis Show und Praktikabilität Hand in Hand gingen.

Wie war eine 70er-Show aufgebaut?

Eine typische Vegas-Show der 70er war straff durchchoreografiert und folgte einer klaren Dramaturgie. Nach der mächtigen Eröffnungsfanfare betrat Elvis die Bühne, oft in einem der spektakulären Jumpsuits, und riss das Publikum sofort mit. Es folgte ein Mix aus Rock’n’Roll-Klassikern, aktuellen Hits, Soul-Nummern und großen Balladen.

Getragen wurde all das von einem üppigen Klangkörper: einer festen Rockband, einem Orchester und gleich mehreren Gesangsgruppen, darunter kraftvolle Gospel-Stimmen. Diese Wucht gab den Shows ihren unverwechselbaren, fast sinfonischen Charakter, der weit über ein normales Konzert hinausging.

Wie veränderten die 70er das Bild des Künstlers?

Die opulente Vegas-Show der 70er prägte unser kollektives Bild von Elvis bis heute. Der King wurde endgültig zur Stilikone, deren Look unzählige Imitatoren inspiriert hat. Gleichzeitig waren diese Jahre auch von hoher Belastung geprägt, mit dichtem Tour- und Showkalender.

Trotzdem bleibt der Eindruck von Glanz und Größe. Wer die Aufnahmen aus dieser Zeit sieht, erlebt einen Entertainer auf dem Höhepunkt seiner Bühnenpräsenz, dessen Auftritte zu den legendärsten überhaupt zählen.

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Häufige Fragen

Wer entwarf die berühmten Jumpsuits?

Die Jumpsuits stammten von Kostümbildner Bill Belew. Inspiriert waren sie unter anderem von hohen Kragen der Napoleon-Ära und sollten Elvis maximale Bewegungsfreiheit geben.

Warum trug Elvis meist weiße Jumpsuits?

Weiß funktionierte im Bühnenlicht am besten. Die Lichttechniker konnten farbiges Licht auf den weißen Stoff werfen, während Schwarz alle Farben geschluckt hätte.

Was war der berühmteste Jumpsuit?

Der American-Eagle-Jumpsuit für das Konzert Aloha from Hawaii 1973 ist der bekannteste. Ein Weißkopfseeadler aus roten, goldenen und blauen Steinen zierte Vorder- und Rückseite samt Cape.

Wie unterschieden sich die 70er von der frühen Vegas-Zeit?

In den frühen Vegas-Jahren trug Elvis noch schlichte dunkle Anzüge. In den 70ern wurde die Show immer opulenter, mit Jumpsuits, Capes, großem Orchester und dramatischen Arrangements.